Belegungsplan ESP32-C6-Pico

Der ESP32-C6-Pico ist ein kompakter Mikrocontroller (ein kleiner Computer auf einem Chip). Er basiert auf dem Modul ESP32-C6-MINI-1. Ein großer Vorteil für eigene Bastelprojekte: Das Board ist von den Anschlüssen her direkt kompatibel zum bekannten Raspberry Pi Pico. Dadurch lassen sich vorhandene Erweiterungen sehr flexibel weiternutzen.

Das Board unterstützt sowohl die Programmierung über die Arduino-Umgebung als auch über das ESP-IDF (Espressif IoT Development Framework – die offizielle Entwicklungssoftware des Herstellers).

Die inneren Werte des Controllers

  • Prozessor: RISC-V (Reduced Instruction Set Computer – eine offene Prozessorarchitektur) 32-Bit Single-Core (ein einzelner Rechenkern) mit einer Taktfrequenz von bis zu 160 Megahertz (MHz).
  • Funkverbindungen: Wi-Fi 6 (WLAN-Standard im 2,4 Gigahertz-Netz) sowie BLE (Bluetooth Low Energy – eine besonders stromsparende Bluetooth-Variante).
  • Speicherplatz:
    • 320 Kilobyte (KB) ROM (Read-Only Memory – ein Festwertspeicher, der nur gelesen werden kann).
    • 512 KB HP-SRAM (High-Performance Static Random-Access Memory – ein sehr schneller Arbeitsspeicher).
    • 16 KB LP-SRAM (Low-Power Static Random-Access Memory – ein extrem energiesparender Arbeitsspeicher für den Standby-Betrieb).
    • 4 Megabyte (MB) Flash (der Hauptspeicher, auf dem dein Programm dauerhaft gespeichert wird).
  • Anschluss: Das Board verfügt über einen verdrehsicheren USB Type-C Anschluss.

Wichtige Regeln für die Pin-Belegung (GPIOs)

Auch wenn das Board zum Raspberry Pi Pico kompatibel ist, gibt es eine wichtige Einschränkung bei den Ein- und Ausgängen (GPIOs – General Purpose Input/Output), die bei eigenen Schaltungen unbedingt beachtet werden muss.

Die Anschlüsse GPIO22 und GPIO23 haben eine feste Sonderrolle. Sie werden bereits von einem integrierten Baustein mit der Bezeichnung TCA9554PWR genutzt.

  • GPIO22 fungiert als SDA (Serial Data – die serielle Datenleitung).
  • GPIO23 fungiert als SCL (Serial Clock – die serielle Taktleitung).

Wichtig: Diese beiden Pins dürfen nicht für andere Funktionen genutzt werden! Hier dürfen ausschließlich externe Geräte angeschlossen werden, die als I²C-Slave (Inter-Integrated Circuit – ein System, bei dem Bauteile über zwei Leitungen miteinander kommunizieren) arbeiten. Um die volle Funktionalität sicherzustellen, muss zwingend die Datei WS_TCA9554PWR genutzt werden, um die Pins für die GPIO-Erweiterung zu konfigurieren.

Die zusätzlichen Anschlüsse: EXIO-Pins

Der TCA9554PWR dient als I²C-I/O-Expander (ein Baustein zur Erweiterung von Anschlüssen). Er macht aus den Signalen der beiden I²C-Leitungen zusätzliche digitale Pins. Auf dem Board sind diese als EXIO1 bis EXIO7 (Expanded Input/Output – erweiterte Ein- und Ausgänge) herausgeführt.

Damit diese zusätzlichen EXIO-Pins im Code angesprochen werden können, müssen die entsprechenden Bibliotheksdateien in das Projekt eingebunden werden. Die TCA9554PWR-Library (eine vorgefertigte Programmbibliothek für diesen Chip) muss dafür zwingend in VS Code (Visual Studio Code) oder in der Arduino IDE hinzugefügt werden.

Quelle: ESP32-C6-Pico | WaveShare Documentation Platform

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