Belegungsplan ESP32-C61

Der ESP32-C61 ist ein neuer Mikrocontroller auf RISC-V (Reduced Instruction Set Computer – V) Basis und der direkte Nachfolger des ESP32-C6. Er verbessert vor allem die Konnektivität durch Wi-Fi 6 (Wireless Fidelity 6) und Bluetooth 5.4 (LE) (Low Energy). In der derzeitigen Arduino IDE 2.3.8 (Integrated Development Environment) ist er aktuell noch nicht auffindbar, erfordert wohl noch die manuelle Installation der Entwickler-Version des Board-Pakets. Da der Chip sehr neu ist, könnten einige bestehende Software-Bibliotheken anfangs noch inkompatibel sein und Anpassungen durch die Community benötigen.

Onboard RGB LED: Erreichbar über GPIO 8

Auslese über esptool ergibt bei mir:


Zwei Ports – zwei Funktionen

Das Board hat zwei USB‑C‑Anschlüsse, mit zwei völlig unterschiedliche Aufgaben:

  1. USB‑C → UART‑Bridge (UART‑Port hängt an einem separaten Bridge‑Chip) → robust, universell.
  • Enthält einen USB‑zu‑UART‑Chip.
  • Wird von praktisch allen Tools sofort erkannt.
  • Dient zum Flashen, seriellen Monitor, Stromversorgung.
  • Ist der empfohlene Standard‑Port, weil die Software‑Unterstützung vollständig ist.

2) USB‑C direkt am ESP32‑C61‑Chip

  • Ist direkt mit den USB‑Pins des ESP32‑C61 verbunden (USB‑FS, 12 Mbit/s).
  • Kann ebenfalls Flashen, Kommunikation und JTAG‑Debugging ermöglichen.
  • Der Chip‑USB‑Port hängt direkt an GPIO12/13 (USB D‑/D+) → benötigt passende Firmware/Stack.
  • Aber: Software‑Support ist noch nicht vollständig implementiert (laut Dokumentation).
  • Wird daher aktuell nicht als primärer Port empfohlen.

Warum Espressif das so macht

  • Kompatibilität: Der UART‑Port funktioniert immer – egal welches OS, welche Treiber, welche Tools.
  • Zukunftsfähigkeit: Der Chip‑USB‑Port ermöglicht moderne Features wie native USB‑CDC, DFU, JTAG ohne externen Adapter.
  • Flexibilität: Entwickler können wählen, ob sie klassisch (UART) oder modern (native USB) arbeiten wollen.
  • Redundanz: Falls ein Port ausfällt oder Treiber zicken, gibt es eine zweite Möglichkeit.

Beide Ports können das Board mit Strom versorgen, aber nur einer wird für die Datenverbindung genutzt.


Mess‑Jumper (J5‑Header) – präzise Strommessung des ESP32‑C61‑Moduls

Der auf dem Entwicklungsboard vorhandene J5‑Header ist ein in Serie geschalteter Messpunkt zwischen dem 3,3‑V‑Regler des Devboards und der Versorgung des ESP32‑C61‑WROOM‑1‑Moduls. Standardmäßig ist dieser Punkt durch einen kleinen Jumper gebrückt, sodass der Strom direkt zum Modul fließt.
Entfernt man den Jumper, lassen sich die beiden Pins des Headers nutzen, um ein Multimeter in Reihe einzuschleifen. Dadurch wird ausschließlich der Stromverbrauch des ESP32‑C61‑Moduls selbst gemessen – ohne Einfluss der restlichen Board‑Elektronik wie USB‑UART‑Bridge, Spannungsregler, LEDs oder sonstige Peripherie.
Das macht den J5‑Header besonders wertvoll für Low‑Power‑Analysen, etwa zur Optimierung von Deep‑Sleep‑Strömen oder zum Vergleich verschiedener Firmware‑Versionen. Die Messung erfolgt dabei direkt am Modul und liefert somit realistische Werte für den tatsächlichen Energiebedarf im Betrieb.

Quelle und weitere Herstellerdetails: https://docs.espressif.com/projects/esp-dev-kits/en/latest/esp32c61/esp32-c61-devkitc-1/user_guide.html


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