Raspberry Pi 5 Einstieg: Notwendiges Zubehör und erste Schritte

Der neue Raspberry Pi 5 ist da.

Es ist die neueste Version des Raspberry Pi Computers und wurde im Oktober 2023 veröffentlicht.
Im Vergleich zum Vorgängermodell verfügt der Raspberry Pi 5 über einen verbesserte Quad-Core-Prozessor mit 4 Kerne und einer Taktrate von 2,4 GHz, sowie eine verbesserte Grafikleistung durch eine 12-Kern-VideoCore-VII-GPU, was ihn deutlich schneller macht.
Die Displayausgabe erfolgt über 2 Dual Micro HDMI, die eine Auflösung von 4K bei 60 Bildern pro Sekunde liefern.
Die Geschwindigkeit zwischen CPU und RAM, die Datenverbindung des WLAN Modul und auch das lesen und schreiben der lokalen SD-Karte wurde verdoppelt.
Der Raspberry Pi 5 wird derzeit mit 4 GB und mit 8 GB Arbeitsspeicher angeboten.
Darüber hinaus verfügt der Raspberry Pi 5 über einen neuen, speziell für ihn angepassten I/O-Chip, der die Bandbreite erhöht und schnellere Speichergeräte und USB-Peripherie ermöglicht.
Er ermöglicht WLAN 802.11ac im Dual-Band zwischen 2,4 GHz und 5 GHz und weiterhin Bluetooth 5 LE.
Es gibt nun eine PCIe 2.0 Schnittstelle für zB. NVME-SSD, aber noch keine passende Adapter-Karte, um diese derzeit auszuprobieren.

Für die Stromversorgung kann das alte RP4 USB-C-Netzteil mit 3 A verwendet werden, sobald jedoch weitere Geräte an die Schnittstellen angeschlossen werden, wird ein USB-C-Netzteil mit 5 A / 27 Watt empfohlen.
Auf dieser neuen Platine ist die 3,5″ Klinkenbuchse nicht mehr verbaut. Somit ist der Anschluss von analogen Audiogeräten nicht mehr ohne weiteres möglich.
Der Ton wird zusammen mit dem Videosignal über HDMI übertragen. Auch Bluetooth fähige Lautsprecher führen schnell zum gewünschten Sound.
Wer dennoch nicht auf externe Kopfhörer und Mikrofonanschlüsse verzichten möchte, für den ist eine USB-Soundkarte eine gute Wahl.

Wegen der nun höheren Leistungssteigerung, wird aber auch deutlich mehr Abwärme entwickelt. Wird der CPU zu heiß, drosselt diese automatisch die Leistung. Die Standard-Drosselungsschwelle für den Raspberry Pi 5 beträgt 80 °C. Das bedeutet, dass die CPU-Taktfrequenz reduziert wird, wenn die Temperatur 80 °C erreicht oder überschreitet.
Um fortwährend die maximale CPU-Taktfrequenz zu nutzen, sollte ab dieser Version einen aktiven Lüfter verwendet werden.

Die ersten Schritte zur Einrichtung eines Raspberry Pi mit Desktop Oberfläche:

  • Hardware verbinden:
    • Stecke die microSD-Karte in den Raspberry Pi.
    • Verbinde Micro-HDMI, Tastatur, Maus und geeigneten USB-C Netzteil.
    • Schalte den Raspberry Pi ein. (Bei erstem ist der Start automatisch)
  • Grundlegende Konfiguration:
    • Folge ggf. den Setup-Anweisungen auf dem Bildschirm.
    • Standard Password ist „raspberry“. Ändern Sie das Passwort für den Benutzer „pi“ (sofern nicht schon beim erstellen der Karte geschehen)
  • OS/ Software aktualisieren
    • Aktualisiere das System mit einem Klick auf die Aufforderung, oben rechts bei der Uhr
      oder auch in der Konsole mit Befehl sudo apt update und sudo apt upgrade
  • Einstellungen und Software:
    • Konfiguriere die Länder und Zeitzone und andere Einstellungen nach Bedarf.
    • Installieren Sie zusätzliche Software unter Recommended oder Add/Remove Software nach Bedarf oder auch über die Konsole mit Befehl sudo apt install [Paketname].
    • Gelegentlich und gerade auch bei Neuinstallationen sollten nicht nur die Aktualisierung der installierten Pakete, sondern auch Änderungen in der Paketabhängigkeit geprüft und aufgefrischt werden. Das geht in der Konsole mit Befehl sudo apt full-upgrade. Sollten dabei unnötige Pakete entdeckt werden, können diese mit sudo apt autoremove entfernt werden.

3D Druck:
Passendes Gehäuse zum ausdrucken: https://makerworld.com

Video:

Fernzugriff per RealVNC Server:

Wie in dem Video zu sehen, gab es das Fernzugriff per RealVNC Server Probleme in der Debian Bookworm Version für Raspberry Pi 4 und 5.
Das Problem kann behoben werden, in dem man im Terminal mit „sudo raspi-config“ dort unter Advanced Options/Wayland auf x11 umstellt.
Nach einem Reboot kann dann auch im raspi-config unter Interface Options / VNC Server aktiviert werden.

Update:

Inzwischen bootet bei mir das Linux Ubuntu, wie schon hier mit dem Raspberry Pi 4 beschrieben, von einer NVMe-SSD über einen M.2 NVMe auf USB Adapter als Bootmedium.
Hier das Gehäuse für den USB-Adapter zum nachdrucken.

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